Franz Schubert: „Die Winterreise“ mit Thomas Gropper und Maharani Chakrabarti
Thomas Gropper, Bariton
Maharani Chakrabarti, Klavier
Der Bariton Thomas Gropper und die Pianistin Maharani Chakrabarti sind seit über 20 Jahren ein bekanntes, aufeinander eingestimmtes und in vielen Epochen erfahrenes Duo, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich konzertiert. Mit Franz Schuberts „Winterreise“ widmen sie sich einem der ergreifendsten Liederzyklen der Musikliteratur. Ein Werk, das weit über den rein lyrischen Liedgesang hinausgeht, es ist die Reflexion eines Menschen auf sein Leben, eine Wanderung durch das von Dramatik geprägte Seelenleben.
Schuberts letzte Lebensjahre waren trotz einer unheilbaren Krankheit von unermüdlicher Schaffenskraft geprägt. Anfang 1827 entdeckte er in einem Almanach 12 Gedichte unter dem Titel „Winterreise“ von Wilhelm Müller, dessen Gedichtsammlung „Die schöne Müllerin“ er wenige Jahre vorher schon genial vertont hatte. Die neuen Texte sprachen ihn sehr an. Mit Begeisterung machte er sich an die Arbeit, verbesserte mehrfach, bevor er sie dann aus Geldnot dem Verleger Haslinger unter der Bedingung übergab, diese sofort zu bezahlen. Haslinger bezahlte auch – je einen Gulden pro Lied! Im Spätsommer 1827, also bereits nach Vollendung der ersten 12 Lieder, fand Schubert bei einem Freund die vollständige Fassung von 24 Gedichten. Müller hatte dabei die weiteren 12 Gedichte nicht als Fortsetzung gedacht, sondern sie mit den ersten in eine neue Reihenfolge gesetzt. Schubert änderte die Reihenfolge nicht, sondern hängte sie dem ersten Block an.
Die „Winterreise“ erschien in zwei Teilen, der erste Im Januar 1828, der zweite im Dezember 1828 wenige Wochen nach Schuberts Tod.
