Italia und Germania – Kammerkonzert mit Solisten des BRSO
Emiko Yuasa, Viola 
Münchner Streichquartett mit
Korbinian Altenberger, Violine
Stephan Hoever, Violine
Mathias Schessl, Viola
Jan Mischlich, Violoncello
Luigi Boccherini: Streichquintett C-Dur, op. 62/1
Giuseppe Verdi: Streichquartett e-moll
Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur, op. 111
in der selteneren Besetzung eines Streichquintetts mit 2 Bratschen präsentieren Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Werke des italienischen, klassisch-barocken Komponisten Luigi Boccherini und – im Gegensatz dazu – des deutschen Romantikers Johannes Brahms.
Dazu erklingt das Streichquartett e-moll von Giuseppe Verdi, das er im Alter von 60 Jahren als sein erstes und einziges Kammermusikwerk überhaupt – einem launischen Einfall gleich – in einem Hotelzimmer in Neapel zu Papier brachte. Ausgerechnet Verdi, der felsenfest davon überzeugt war, dass die Instrumentalmusik eine „Sache der Deutschen und das Streichquartett eine Pflanze sei, der das italienische Klima nicht bekommt“.
Als Zuhörer bei diesem Kammermusikabend können Sie beurteilen, ob diese Behauptung stimmt …
Wer Friedrich Overbecks Gemälde Italia und Germania betrachtet, begegnet zwei Frauenfiguren: die eine lichtdurchflutet, die andere gesammelt, nach innen gewandt. Ein Sinnbild, das sich in diesem Kammerkonzert fortschreibt. Boccherinis Streichquintett besticht durch italienische Leichtigkeit und ein fast schon vokales Musizieren. Verdis Streichquartett dagegen vereint dramatische Oper im Konzentrat, leidenschaftlich und von scharfer Kontur. In Brahms’ spätem G-Dur-Quintett erklingt ein kontrastreiches Tongemälde, das von weich und warm bis zu heiter und traurig reicht. – Drei Werke, die unterschiedliche Temperamente spiegeln – und bei denen sich südliche Brillanz und nördliche Tiefsinnigkeit nicht ausschließen, sondern verstärken.
Kartenverkauf entweder gleich hier unterhalb oder bei MünchenTicket (inkl. Vorverkaufsgebühren)
