Kammerkonzert mit Solisten des BRSO – ACHTUNG: Programmänderung!
! ACHTUNG:
wegen akuter Erkrankung eines Mitglieds des Münchner Streichquartetts muss leider
eine Änderung des Programms und der Künstler erfolgen:
Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violine G-Dur Nr. 30,3
Claude Debussy: Sonate für Violine und Klavier g-moll
Dmitrij Schostakowitsch: Trio für Violine, Violoncello und Klavier, e-moll, op. 67
Lukas Maria Kuen, Klavier
Korbinian Altenberger, Violine
Hanno Simons, Violoncello
Ludwig van Beethovens Sonate für Klavier und Violine G-Dur op. 30 Nr. 3 zeigt den Komponisten von seiner hellen, geistreichen und energischen Seite. Entstanden 1801/02, verbindet sie klassische Klarheit mit überraschenden rhythmischen Akzenten, spielerischem Witz und einem lebhaften Dialog der beiden Instrumente. Besonders das Finale entfaltet sich als sprühendes, tänzerisches Perpetuum mobile.
Claude Debussys Sonate g-Moll für Violine und Klavier entstand 1917 und blieb sein letztes vollendetes Werk. In knapper Form verdichtet sie Debussys späte Klangwelt: zarte Farben, flüchtige Gesten, abrupte Stimmungswechsel und ein schwebendes Spiel zwischen Melancholie, Ironie und lichter Beweglichkeit prägen die drei Sätze.
Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 wurde 1944 im Gedenken an seinen engen Freund Iwan Sollertinski komponiert. Persönliche Trauer, Kriegserfahrung und bittere Groteske verschmelzen zu einem der eindringlichsten Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts. Das Finale mit seinen jüdisch gefärbten Tanzrhythmen wirkt wie ein makabrer Totentanz zwischen Verzweiflung und sarkastischer Energie.
Luigi Boccherini: Streichquintett C-Dur, op. 62/1
Giuseppe Verdi: Streichquartett e-moll
Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur, op. 111
in der selteneren Besetzung eines Streichquintetts mit 2 Bratschen präsentieren Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Werke des italienischen, klassisch-barocken Komponisten Luigi Boccherini und – im Gegensatz dazu – des deutschen Romantikers Johannes Brahms.
Dazu erklingt das Streichquartett e-moll von Giuseppe Verdi, das er im Alter von 60 Jahren als sein erstes und einziges Kammermusikwerk überhaupt – einem launischen Einfall gleich – in einem Hotelzimmer in Neapel zu Papier brachte. Ausgerechnet Verdi, der felsenfest davon überzeugt war, dass die Instrumentalmusik eine „Sache der Deutschen und das Streichquartett eine Pflanze sei, der das italienische Klima nicht bekommt“.
Als Zuhörer bei diesem Kammermusikabend können Sie beurteilen, ob diese Behauptung stimmt …
Wer Friedrich Overbecks Gemälde Italia und Germania betrachtet, begegnet zwei Frauenfiguren: die eine lichtdurchflutet, die andere gesammelt, nach innen gewandt. Ein Sinnbild, das sich in diesem Kammerkonzert fortschreibt. Boccherinis Streichquintett besticht durch italienische Leichtigkeit und ein fast schon vokales Musizieren. Verdis Streichquartett dagegen vereint dramatische Oper im Konzentrat, leidenschaftlich und von scharfer Kontur. In Brahms’ spätem G-Dur-Quintett erklingt ein kontrastreiches Tongemälde, das von weich und warm bis zu heiter und traurig reicht. – Drei Werke, die unterschiedliche Temperamente spiegeln – und bei denen sich südliche Brillanz und nördliche Tiefsinnigkeit nicht ausschließen, sondern verstärken.
Kartenverkauf entweder gleich hier unterhalb oder bei MünchenTicket (inkl. Vorverkaufsgebühren)
